Ratgeber · Immobilienverkauf
Diskreter Immobilienverkauf: Verkaufen, ohne dass es jeder sofort erfährt
Nicht jeder Eigentümer möchte, dass Nachbarn, Bekannte oder Geschäftspartner sofort erfahren, dass eine Immobilie verkauft werden soll.
Gerade bei besonderen Immobilien, bekannten Eigentümern oder einem sensiblen persönlichen Umfeld kann eine öffentliche Vermarktung mit Adresse, Außenaufnahmen und ausführlichen Innenfotos unerwünscht sein.
Das bedeutet aber nicht, dass eine Immobilie deshalb gar nicht vermarktet werden kann. Eine diskrete Vermarktung reduziert bewusst die öffentlich sichtbaren Informationen und gibt weitere Details erst an konkrete Interessenten weiter.
Was bedeutet diskrete Vermarktung?
Wie diskret ein Verkauf durchgeführt wird, hängt vom jeweiligen Objekt und vom Wunsch des Eigentümers ab.
So kann beispielsweise darauf verzichtet werden, die Immobilie öffentlich eindeutig erkennbar zu zeigen. Statt eines Außenfotos kann ein neutrales Motiv verwendet werden. Genaue Standortangaben, Innenaufnahmen oder besondere Ausstattungsmerkmale können zunächst zurückgehalten werden.
Interessenten erhalten das vollständige Exposé dann erst nach einer Kontaktaufnahme und der Übermittlung ihrer Kontaktdaten.
Das Ziel ist nicht, Informationen vor ernsthaften Käufern zu verstecken. Es geht darum, zu steuern, wer welche Informationen zu welchem Zeitpunkt erhält.
Wann kann eine diskrete Vermarktung sinnvoll sein?
Sie kann beispielsweise infrage kommen, wenn der Eigentümer in der Nachbarschaft oder beruflich gut bekannt ist, wenn familiäre oder persönliche Gründe gegen eine öffentliche Bekanntmachung sprechen oder wenn es sich um eine Immobilie handelt, die anhand weniger Fotos sofort identifiziert werden könnte.
Auch bei hochwertigen oder ungewöhnlichen Immobilien kann es sinnvoll sein, Interessenten zunächst gezielt auszuwählen.
Eine diskrete Vermarktung ist allerdings nicht automatisch für jedes Objekt die beste Lösung. Weniger öffentliche Sichtbarkeit kann auch bedeuten, dass zunächst weniger Interessenten erreicht werden. Deshalb muss die Strategie zum Objekt und zur Situation des Eigentümers passen.
Diskret heißt nicht unsichtbar
Bei einer guten diskreten Vermarktung geht es nicht darum, eine Immobilie geheim zu halten und darauf zu hoffen, dass zufällig ein Käufer auftaucht.
Es braucht trotzdem eine klare Vermarktungsstrategie: passende Interessenten müssen erreicht, Anfragen geprüft und Informationen kontrolliert weitergegeben werden.
Je nach Objekt kann auch die direkte Ansprache vorgemerkter Suchkunden Teil dieser Strategie sein.
Welche Vermarktung passt zu Ihrer Immobilie?
Ob eine offene Vermarktung über Immobilienportale oder eine zurückhaltendere Vorgehensweise sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Ich bespreche mit Eigentümern deshalb vor dem Verkaufsstart, wie öffentlich der Verkauf tatsächlich sein soll und welche Informationen guten Gewissens veröffentlicht werden können.
Wenn Diskretion für Sie wichtig ist, sollte das nicht erst auffallen, nachdem die ersten Fotos bereits im Internet stehen.
Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen, aber nicht öffentlich damit auftreten?
Dann sprechen wir zuerst darüber, welcher Vermarktungsweg zu Ihrer Situation passt.
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